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(Grafiken: VIESSMANN)

 

Abgasverluste

Bei der Verbrennung von Öl oder
Gas im Heizkessel kann die
eingesetzte Energie nicht ohne
Verluste an das Heizsystem
abgegeben werden. Die warmen
Abgase, die über den Schornstein
in die Atmosphäre entweichen,
enthalten eine verhältnismäßig
große Wärmemenge, die als
Abgasverlust bezeichnet wird.

Der Schornsteinfeger stellt bei
seiner jährlichen Emissions-
messung fest, ob die
Verbrennungsqualität und der
Abgasverlust bei Brennerbetrieb
den gesetzlichen Vorschriften
entspricht. Er prüft, ob der
Brenner funktioniert und die
Anlage sicher ist. Selbst wenn
er Ihnen einwandfreie Werte
bescheinigt, sagt das nur wenig
über die tatsächliche Energie-
ausnutzung des Wärmeerzeugers
(Norm-Nutzungsgrad) aus, da
diese maßgeblich auch durch die
Höhe der Oberflächenverluste
beeinflusst wird.

 

Norm-Nutzungsgrad

Um verschiedene Wärmeerzeuger
hinsichtlich ihrer Energieausnutzung
vergleichen zu können, hat man
den Norm-Nutzungsgrad eingeführt.
Der Norm-Nutzungsgrad als Maß
für die Energieausnutzung eines
Heizkessels gibt an, bis zu welchem
Prozentsatz die eingesetzte Energie
über das gesamte Jahr in nutzbare
Heizwärme umgesetzt wird. Die
Höhe des Norm-Nutzungsgrades
wird maßgeblich beeinflusst durch
die Höhe der im Betrieb
entstehenden Abgasverluste
sowie der Oberflächenverluste.

 

Oberflächenverluste

Oberflächenverluste sind die Anteile
der Feuerungsleistung, die über die
Oberfläche des Wärmeerzeugers
an die umgebende Luft abgegeben
werden und somit nicht als nutzbare
Heizwärme zur Verfügung stehen:

  • während der Brennerlaufzeit
    als Strahlungsverluste
  • während der Brennerstill-
    standszeit als Betriebsbereit-
    schaftsverluste (diese
    entstehen gerade während
    der Übergangsmonate oder
    auch im Sommer, wenn der
    Heizkessel lediglich zur
    Trinkwassererwärmung
    benötigt wird).

Die Oberflächenverluste sind in der
Regel bei einem alten Heizkessel
wesentlich höher als die Abgasverluste,
die der Schornsteinfeger misst.
Die Höhe der Oberflächenverluste
ist somit ein entscheidender Faktor
für die Wirtschaftlichkeit (Norm-
Nutzungsgrad) des Wärmeerzeugers.

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